| ver.di WiPo-aktuell | Kein Geld mehr für Kitas? |
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| Freitag, den 27. Januar 2012 um 05:43 Uhr | |
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Um über 200 Milliarden Euro hat allein die Bankenrettung die Staatsschulden hochgetrieben. Für den versprochenen Ausbau von Krippen und Kitas gibt der Bund von 2007 bis 2013 insgesamt nur vier Milliarden Euro. Stattdessen will er nun bis zu drei Milliarden Euro jährlich für die sogenannte Herdprämie für Eltern ausgeben, die ihre Kinder zuhause betreuen. Obwohl 80 Prozent der Bevölkerung es für sinnvoller halten, das Geld in den Ausbau von Kitas zu stecken. Im nächsten Jahr sollten alle Eltern, die das wollen, einen Betreuungsplatz erhalten. Mit 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren kalkuliert die Familienministerin. Umfragen belegen, dass der Bedarf höher ist. Doch nicht einmal das bescheidene Politikziel wird erreicht. In den letzten Jahren sind zwar viele neue Kita- Plätze hinzugekommen. Trotzdem kann nur jedes vierte Kind unter drei Jahren betreut werden. Jetzt verlangen die Kommunen, die Frist für den Rechtsanspruch auf einen Kita- Platz zu verschieben – „um eine Klagewelle enttäuschter Eltern zu vermeiden“. Und sie wollen die Gruppen vergrößern und die Ausbildung für Erzieherinnen „straffen“ – damit es noch billiger wird. Welch ein Armutszeugnis! Wo Berge von Geld für Nieten in Nadelstreifen da sind, muss auch genug da sein für unsere Kinder und unsere Zukunft! V.i.S.d.P.: VER.DI BUNDESVORSTAND – RESSORT 1 – FRANK BSIRSKE – PAULA-THIEDE-UFER 10 – 10179 BERLINDownload des WiPo-aktuell unter Wirtschaftspolitik aktuell 01/2012 |

