| ILO – durch Regulierung zu mehr Beschäftigung |
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| Montag, den 30. Januar 2012 um 00:00 Uhr | |
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Die Arbeitslosigkeit hat in Europa mit 45 Millionen Arbeitslosen ihren Höchststand erreicht. Dies ist eines der Ergebnisse des jüngsten Beschäftigungsberichts der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Und der Ausblick, den die Experten in der Studie geben, ist düster. Infolge der weltweit anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise dürften die Arbeitslosenzahlen um weitere Millionen steigen. Weltweit ist schon heute laut des ILO-Berichts jede/r dritte Arbeitnehmer/in arbeitslos oder lebt trotz Arbeit in Armut. Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos vom 25. bis 29. Januar 2012 mahnt die ILO zusätzliche Arbeitsplätze an. In der Produktion müssten in den nächsten zehn Jahren mindestens 600 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden, um die Arbeitslosenzahlen abzubauen. Und für die derzeit 900 Millionen Menschen, die Einkommen unterhalb der Armutsschwelle beziehen, müssten menschenwürdige Arbeitsplätze geschaffen werden. Die ILO-Experten sagen auch konkret, wie diese Ziele zu erreichen sind. Eine konsequente Regulierung der Finanzmärkte würde nicht nur zur Stabilisierung der Wirtschaft beitragen, sondern auch unmittelbar das Beschäftigungswachstum positiv beeinflussen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen, in denen die meisten Arbeitsplätze entstehen, so die Studie, hätten wieder einen besseren Zugang zu notwendigen Krediten. Zu den vereinzelten Ausnahmen, in denen die Arbeitslosenzahlen aufgrund der Krise nicht gestiegen sind, zählt Deutschland. Die Kehrseite sind kaum gestiegene Löhne und Gehälter seit der Wiedervereinigung und eine sinkende Kaufkraft. Bezahlt gemacht hat sich das bisher nur bei den deutschen Exportunternehmen. Das restliche Europa gerät durch die billigen deutschen Exporte weiter unter Druck und muss mangels eigener Exporte weiter Menschen entlassen. Quelle: www.ver.di.de |

