ver.di Betriebsgruppe der Fachhochschule Hannover

Bestnoten für ver.di-Häuser ● Bei Betriebs- und Personalratsmitgliedern deutlich beliebter als Hotels PDF Drucken
Freitag, den 09. Juli 2010 um 05:19 Uhr

(aje) Im vergangenen Jahr besuchten etwa 50.000 Menschen einen Kurs in einer der elf ver.di-Bildungsstätten. Doch längst nicht alle ver.di-Seminare finden dort statt. Zunehmend mieten die Organisatoren auch Räume in Hotels oder Kongresszentren. Besser erreichbar, höhere Zimmerstandards sind dabei häufige Argumente.

Das zuständige Ressort in der ver.di-Bundesverwaltung hat deshalb jetzt die Fragebögen von 14743 Betriebs- und Personalratsmitgliedern ausgewertet, wie sie den jeweiligen Tagungsort einschätzten. Etwa 5500 hatten eine ver.di-Bildungsstätte besucht, die anderen an einer Veranstaltung an einem anderen Ort teilgenommen. Die Ergebnisse sind für die Bildungsstätten ausgesprochen erfreulich. Zum einen schnitten sie in allen sechs Kategorien deutlich besser ab als die Gesamtheit der Veranstaltungsorte. Zum zweiten haben sich die Noten in den vergangenen Jahren verbessert.

So bewerten 94 Prozent der Kursteilnehmenden die Seminarräume in den ver.di-Bildungsstätten als "gut" oder "sehr gut" - wohingegen der Durchschnitt aller Veranstaltungsorte hier lediglich 83 Prozent erreicht. Für die Hotels und Kongresszentren bedeutet das also sogar noch deutlich niedrigere Werte.

Im Laufe der Jahre immer bessere Noten

Auch die Verpflegung erreicht in Bildungsstätten mit 91 Prozent "gut"- oder "sehr-gut"-Bewertungen ein deutlich höheres Niveau als der Durchschnitt mit 85 Prozent. Hinzu kommt, dass die Gäste in den ver.di-Bildungsstätten von Jahr zu Jahr zufriedener geworden sind mit dem, was auf den Tisch kommt. Auch bei den Zimmern hat es in den vergangenen drei Jahren offenbar eine deutliche Qualitätssteigerung gegeben, wie die Betriebs- und Personalräte feststellten: 83 Prozent gaben den Gewerkschaftshäusern 2009 Bestnoten; 2007 waren es noch 77 Prozent gewesen. Die anderen Veranstaltungshäuser erreichten auch hierbei deutlich schlechtere Ergebnisse: Bei 70 Prozent Zufriedenheit liegt der Durchschnitt.

Und schließlich sind die ver.di-Bildungsstätten bekannt für ihren guten und individuellen Service. Braucht jemand ein Pflaster, will er in der Mittagspause eine schöne Wanderung machen, ist der Abfluss verstopft - 89 Prozent der Besucher/innen fühlten sich hier gut versorgt. Einmal mehr lag der Durchschnitt mit 80 Prozent weit darunter. Selbst bei der häufig als Argument für ein Hotel ins Feld geführten Erreichbarkeit kassierten die ver.di-Bildungsstätten einen Prozentpunkt mehr. "Bei mehrtägigen Veranstaltungen will man ja eine schöne Umgebung haben - und die gibt es auch für Hotels nicht direkt neben einem Hauptbahnhof", sagt Eva Serafin, die für die Koordination und Steuerung der ver.di-Bildungsstätten in der Gewerkschaftszentrale zuständig ist.

Wissen erweitert

Bestnoten verteilten die Betriebs- und Personalräte auch für die Inhalte der ver.di-eigenen Schulungen. 96 Prozent gaben an, die Teilnahme habe ihr Wissen erweitert oder sogar sehr erweitert. Besonders erfreulich: 92 Prozent sahen dadurch auch ihre Handlungsfähigkeit entschieden gestärkt.

Die Bildungsstätten von ver.di (www.verdi.de/bildung/ver.di-bildungsstaetten) sind über das ganze Bundesgebiet verteilt: in Berlin (am Wannsee), im Bielefelder Stadtteil Sennestadt, im oberbayerischen Brannenburg, im mittelhessischen Gladenbach, in Lage-Hörste (Teutoburger Wald), Mosbach (Baden-Württemberg), Saalfeld (Thüringen), Undeloh und Walsrode (beide in der Lüneburger Heide). Hinzu kommen die ver.di-Jugend-Bildungszentrale in Naumburg (bei Kassel) und die Jugendbildungsstätte in Berlin-Konradshöhe.

Quelle: ver.di NEWS

 
Copyright © 2012 ver.di Betriebsgruppe der Fachhochschule Hannover. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.