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Bsirske: SPD-Korrektur zur Rente mit 67 entspricht der Lebenswirklichkeit älterer Beschäftigter PDF Drucken
Donnerstag, den 12. August 2010 um 05:45 Uhr

ver.di-Pressemeldung, 11. 08. 2010: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt, dass die SPD ihre Haltung zur Rente mit 67 korrigiert hat. "Die SPD reagiert damit - anders als Arbeitsministerin von der Leyen - auf die tatsächliche Lage am Arbeitsmarkt und findet wieder Anschluss an die Lebenswirklichkeit von Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Mittwoch in Berlin.

Scharf kritisierte Bsirske, dass die Bundesregierung derweil mit falschen Argumenten und geschönten Zahlen versuche, die unsoziale Weichenstellung der Rente mit 67 zu legitimieren. Die vermeintlich positive Beschäftigungsentwicklung Älterer lasse sich nur konstruieren, indem die Bundesregierung Altersteilzeitler sowie Erwerbstätige schon ab 55 Jahre (statt ab 60) in ihre Statistiken einbeziehe, ebenso wie Ältere, die nur eine Stunde am Tag arbeiteten. Damit werde die berufliche Realität älterer Beschäftigter statistisch verfälscht.


"Für Krankenschwestern, Bus- und Straßenbahnfahrer, Müllwerker oder Kita-Erzieherinnen ist vielfach schon das jetzt geltende Rentenalter 65 kaum erreichbar. Und ältere Erwerbslose erleben tagtäglich,  dass sie auf dem Arbeitsmarkt keine Chance bekommen. Die Rente mit 67 ist deshalb im Kern ein Rentenkürzungsprogramm", betonte Bsirske. Es sei absolut inakzeptabel, dass von der Leyen eine seriöse Analyse der Beschäftigungssituation Älterer verweigere und damit den gesetzlichen Prüfauftrag zur Rente mit 67 zur reinen Alibiveranstaltung mache.

 
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