| Eine interessante Meldung nicht nur für Volksbanken- und Raiffeisenkunden: "Genossenschaftsbanken verhandeln mit gelben Gewerkschaften" |
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| Mittwoch, den 01. September 2010 um 04:19 Uhr | |
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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den Arbeitgeberverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) wegen seiner heute stattfindenden Tarifverhandlungen mit gelben Gewerkschaften scharf. "Statt mit ver.di zu verhandeln, sucht sich der AVR willfährige Verbände aus, die zwar kaum Mitglieder in der Branche haben, dafür aber nach seiner Pfeife tanzen", so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong. "In Zeiten, in denen überall von Fehlberatung und Vertrauensverlust für die Banken zu lesen ist, war eine solche tarifliche Regelung bereits 2008 kontraproduktiv, sie ist es nach der Finanzmarktkrise umso mehr", betonte Foullong. Sowohl Kunden als auch Bankberaterinnen und -berater würden unter kaum zu erreichenden Zielvorgaben leiden, durch die Berater gezwungen würden, dem Kunden Produkte zu verkaufen, die dieser nicht braucht und die für ihn sogar schädlich sein können. Ein "Verkaufen auf Teufel komm raus" widerspreche der Arbeitsethik der meisten Kundenberater.
Warum „gelbe Gewerkschaften“ die Bezeichnung Gewerkschaft nicht verdienen „Gelbe Gewerkschaften“ sind Arbeitnehmervereinigungen, die wirtschaftsfreundlich geprägt sind und Arbeitskampfmaßnahmen sowie konsequente Interessenvertretung der Beschäftigten ablehnen. Nicht selten wurden „gelbe Gewerkschaften“ von Arbeitgebern selbst gegründet oder zumindest gefördert. Ziele waren und sind die Schwächung der im Betrieb vertretenen Gewerkschaften und der Aufbau arbeitgeberkontrollierter und arbeitgeberfreundlicher Vereine. Die Farbe Gelb kam dabei als Abgrenzung zu den „roten“ Gewerkschaften ins Spiel.
Als „gelbe Gewerkschaften“ können die in einigen Regionen aktiven Christlichen Gewerkschaften bezeichnet werden. Bereits vor knapp 20 Jahren hat das Bundesarbeitsgericht zwei dieser Vereinigungen die Tariffähigkeit abgesprochen.
Der billige Jacob - DHV,DBV und die Christlichen Christliche Gewerkschaft DHV gerät ins Zwielicht REPORT MAINZ bekommt bei Test mit versteckter Kamera Dumping-Tarifvertrag in Aussicht gestellt vom 07.04.2008 Mainz. Die Christliche Gewerkschaft DHV gerät ins Zwielicht. Nach einem Beitrag des Politik-Magazins REPORT MAINZ im Ersten gibt es gravierende Indizien dafür, dass sich die Gewerkschaft von Arbeitgebern unterstützen lässt. |

