| Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer zum Sparpaket der Bunderegierung: |
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| Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 05:55 Uhr | |
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„Beim ersten Lesen der Koalitionspapiere fühlte ich mich spontan an Georg Büchner erinnert. Das sogenannte Sparkonzept der Bundesregierung ist ein Dokument der Perspektivlosigkeit und sozialen Schieflage. Es bedroht angesichts der anhaltenden Krise, aber auch der demographischen Entwicklung im Kern die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Die Gut- und Besserverdienenden werden abermals geschont. Die Bundesregierung verzichtet auf dringend notwendige zusätzliche Einnahmen des Staates, nur um dem FDP-Tabu in der Steuerpolitik gerecht zu werden. Die aktive Arbeitsmarktpolitik wird bis zur Unkenntlichkeit zusammen gestrichen. Langzeitarbeitslose werden in unglaublicher Weise mehrfach belastet, die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes ebenso, in der Energie- und Bahnpolitik werden die falschen Akzente gesetzt. Dagegen gibt es keine Vermögensabgabe, keine vernünftige Erbschaftsteuer, keine Erhöhung des Spitzensteuersatzes für die Reichen und keinerlei Belastungen für die Verursacher der Krise und auch die Hoteliers bleiben weiter Nutznießer dieser Regierung. Bei den Schwächsten wird gestrichen - geschont werden die Vermögenden und die Spitzenverdiener. Dies ist keine Regierung der Mitte, sondern leider die Koalition für die Besserverdienenden und Reichen. Die FDP bestimmt ganz offenbar die Richtlinie der Politik dieser Regierung. DGB/PM 08.06.2010 |

