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DGB Gegenblende | Die Kosten psychischer Erkrankungen und Belastungen in Deutschland PDF Drucken
Sonntag, den 22. April 2012 um 05:00 Uhr

Michael Friedrichs, Dr. Wolfgang Bödeker: Psychische Störungen sind eine wesentliche Ursache für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Die wirtschaftlichen Belastungen durch diese Erkrankung sind wegen der Kombination aus hohem Verbreitungsgrad, frühem Einsetzen und oft ungünstigem, langem Krankheitsverlauf bedeutend. Die jährlichen Gesamtkosten wurden in Europa für das Jahr 2004 auf 240 Milliarden € geschätzt. Der größte Teil entfällt dabei auf die indirekten Kosten, die mit 132 Milliarden € beziffert werden können.

Das Thema „psychische Belastungen und psychische Gesundheit“ hat dementsprechend als Handlungsfeld in der betrieblichen Praxis in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Als Hindernis für die Umsetzung präventiver Maßnahmen wird seitens der Unternehmen oft ein vermeintlich ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis gesehen. Dies wirft die Frage auf, welche ökonomischen Auswirkungen psychische Störungen und Belastungen aufweisen, wie hoch also das ökonomische Potential geeigneter Maßnahmen zur Vermeidung oder Linderung psychischer Störungen ist. Je nach Präventionsakteur liegen hier aber unterschiedliche Perspektiven vor. Der Unternehmer ist vor allem durch Produktionsausfälle aufgrund von Fehlzeiten betroffen. Die Krankenkassen haben primär die Behandlungskosten zu tragen. Die Kosten arbeitsbedingter Erkrankungen sind also eine wichtige Kenngröße zur effizienten Planung von Präventionsmaßnahmen.

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