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Kommt gute Arbeit unter die Räder? PDF Drucken
Sonntag, den 10. Januar 2010 um 07:02 Uhr

Trotz der öffentlichen Resonanz des Themas »Gute Arbeit« schieben sich vor dem Hintergrund der »realwirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise« derzeit wieder die Themen Kostenreduktion und Standortsicherung in den Vordergrund. Handelt es sich nicht um ein typisches »Schönwetterthema« – so fragt beispielsweise Klaus Pickshaus (Sozialismus 4/2009) –, das angesichts der rauen Wirklichkeit der Krise jetzt in die Defensive gerät und möglicherweise zu Recht in den Hintergrund zu treten hat? Macht das »Durchschlagen« der Krise auf den Arbeitsmarkt Kampagnen wie »Meine Zeit ist mein Leben«, »Besser statt billiger« bis hin zu »Gemeinsam für ein gutes Leben« zu Makulatur? »Gutes Leben gleich sicherer Job«, so resümiert Henrike Rossbach in der FAZ vom 4. Juli 2009 die Ergebnisse einer im April 2009 gestarteten Befragungsaktion der IG Metall (siehe auch www.gutes-leben.de; dort kann die Broschüre »So wollen wir leben!« herunter geladen werden): »Ein gutes Leben – das bedeutet für die Deutschen offenbar vor allem ein Leben in wirtschaftlicher Sicherheit. Die größte deutsche Gewerkschaft, die IG Metall, hat von April bis Juni Arbeitnehmer, aber auch Rentner, Arbeitslose, Studenten, Schüler, Selbständige und Auszubildende gefragt, was sie von einem guten Leben erwarten. 450000 haben sich beteiligt – in den Unternehmen, auf der Straße und im Internet. Das Ergebnis, das die Gewerkschaft am Freitag in Berlin vorstellte, offenbart, dass sich die Menschen vor allem nach Sicherheit sehnen, in all ihren Facetten. Fast neun von zehn Befragten sagen, ihnen sei es sehr wichtig, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Einen höheren Wert erzielt keine andere Aussage in der Umfrage. 83 Prozent legen besonderen Wert darauf, mit ihrer Rente im Alter gut auszukommen; knapp 80 Prozent wollen unbedingt abgesichert sein, um ihre Zukunft planen zu können und verlangen vom Staat eine Absicherung für den Fall, dass sie arbeitslos oder krank werden. Dass die Arbeit auch Spaß macht, fanden nur zwei Drittel der Befragten ›sehr wichtig‹. Selbst Schüler und Studenten – auch wenn ihr Anteil an allen Befragten mit 2,6 Prozent eher gering war – ziehen die Sicherheit der Freude am Job scheinbar vor: Nur knapp 64 Prozent der befragten Schüler und Studenten finden den Spaß an der Arbeit sehr wichtig, die sichere Stelle schätzen dagegen fast 77 Prozent. Auch gerechte Bildungschancen liegen den Menschen der Umfrage zufolge weniger stark am Herzen als die Arbeitsplatzsicherheit.«

Link: Den kompletten Artikel gibt es im Labournet

 
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