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Nida-Rümelin: “Unis sind keine Unternehmen” PDF Drucken
Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 17:31 Uhr

Julian Nida-Rümelin will mit einer Kampfkandidatur Präsident der LMU in München werden: Die deutsche Universität befindet sich gegenwärtig in einer veritablen Krise. Wenn wir kein Desaster erleben wollen, müssen wir jetzt dringend einen Kurswechsel einleiten. Den bildungspolitischen Reformprozessen der letzten Jahre fehlt die kulturelle Leitidee. Wir erleben derzeit eine Wissenschaftspolitik, die in weiten Teilen von Realitätsverweigerung gekennzeichnet ist. Hinter der trügerischen Strahlkraft der Exzellenzinitative verbirgt sich an den Hochschulen eine echte Bildungsmisere. Die Humboldtschen Bildungsideale sind heute aktueller denn je, das hängt auch mit den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt zusammen. Aber sie müssen modernisiert werden für eine inklusive und humane Hochschulpolitik. Die Universitäten müssen ihre Mitglieder wieder ernst nehmen.

Wir brauchen einen erneuten Paradigmenwechsel, weg von der Idee, dass Universitäten wie Konzerne zu führen sind, hin zu der Idee einer Verantwortung und Einbeziehung aller in die Meinungsfindung. Die Idee der europäischen Universität als Republik der Lehrenden und Studierenden, der forschenden und administrativen Mitarbeiter. Das ist übrigens auch effektiver.

Quelle: taz

Siehe dazu auch das "Leitbild für eine demokratische und soziale Hochschule" von Wolfgang Lieb

 
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