| Für das Menschenrecht auf Bildung. |
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| Montag, den 10. Mai 2010 um 05:53 Uhr | |
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Von DGB-Bundesjugendsekretär René Rudolf in SOLI EXTRA: Die DGB-Jugend unterstützt den Bildungsstreik, der sich für ein sozial gerechtes und qualitativ gutes öffentliches Bildungswesen einsetzt. Denn ohne die Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung lassen sich soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und wirtschaftlicher Wohlstand in Deutschland nicht erreichen. Fast alle nationalen und internationalen Vergleichsstudien stellen dem deutschen Bildungswesen ein miserables Zeugnis aus: Es ist ein sozial selektierendes Schulsystem mit einer zu hohen Zahl an Schulabbrüchen. Und 1,5 Millionen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung.
Besonders große Hürden gibt es an den Übergängen: Endlose Praktika und Maßnahmenschleifen, Befristungsketten sowie niedrige Löhne erschweren den Berufseinstieg und sorgen oft auch noch darüber hinaus für eine prekäre Existenz. Die ungleiche Verteilung von Bildungschancen beeinflusst auch die Entscheidung – und die Möglichkeit –, ein Studium aufzunehmen. Und auch ein einmal begonnenes Studium bringt jeder fünfte Studierende nicht zu Ende. Häufigste Gründe für den Abbruch: zu hohe Arbeitsbelastung und/oder finanzielle Schwierigkeiten. Schon in den letzten Jahren hat die DGB-Jugend den Bildungsstreik in vielen Bündnissen vor Ort und mit verschiedenen Aktionen mitgetragen. Erinnert sei hier auch an die Solidaritätsadresse, das »Wir«-Video der DGB-Bundesjugendkonferenz im November 2009 oder an die Aktion vor dem Bundeskanzleramt im Dezember 2009, wo wir eine Kanzlerimitatorin die Bildungsrepublik ausrufen ließen und unseren Zehn-Punkte-Plan für eine nationale Bildungsstrategie bekanntgemacht haben. Und wir mischen auch dieses Jahr wieder kräftig mit, wie die DGB-Jugend NRW bereits im Vorfeld der dortigen Landtagswahlen eindrucksvoll gezeigt hat. Denn wir wollen kein selektives Bildungssystem, sondern eine neue Bildungsstrategie von Bund, Ländern und Kommunen. Diese Soli extra fasst die Positionen der Gewerkschaftsjugend zum Thema Bildung zusammen – in der Schule, in der Ausbildung und im Studium. Wir fordern die soziale Öffnung der Hochschulen für Menschen, die sich beruflich qualifiziert haben, ebenso wie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Bildungssystem. Eine gute Bildung braucht mehr Geld: Wir halten dabei zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für erforderlich. Mit der Kampagne »Wie wollen wir leben?« möchten wir eine breite öffentliche Debatte über die Perspektiven der Jugend und über die Zukunft unserer Gesellschaft führen. Alle, die sich daran beteiligen wollen, sind herzlich eingeladen. Das Ziel heißt: Gute Ausbildung. Gute Arbeit. Gutes Leben. Download: soli_extra_bildungsstreik.pdf PDF, 748 kB,
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