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Böckler-Aktion Bildung: Bewerbungsschluss bis 31. Mai verlängert! Du studierst! Wir zahlen! PDF Drucken
Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 05:53 Uhr
Warum die Böckler-Aktion Bildung? Auslöser der Aktion ist der Trend zur sozialen Ungleichheit an deutschen  Hochschulen. Der "akademische Bildung in Deutschland wieder zunehmend zu einer Exklusiv-Veranstaltung für Kinder aus begütertem Elternhaus macht",  so Dr. Wolfgang Jäger, der für die Studienförderung zuständige Geschäftsführer der Hans-Böckler-Stiftung. Die Böckler-Aktion will daher bewusst ein Zeichen für mehr Chancengleichheit in der Bildung setzen.

"Die Gewinner der Bildungsexpansion der letzten 40 Jahre sind nicht die Arbeiterkinder, sondern die Kinder aus den alten und neuen Mittelschichten", sagt der Bildungsforscher Professor Hans-Günther Rolff, ehemaliger Leiter des Instituts für Schulentwicklungsforschung der Universität Dortmund. 1982 stammten 43 Prozent aller Studierenden aus der Ober- oder der oberen Mittelschicht. 2003 waren es 61 Prozent.
Durch die fast flächendeckend eingeführten Studiengebühren werden neue Hürden errichtet. Sie schrecken noch mehr Talente aus ärmeren Familien ab, die es bis zum Abitur geschafft haben, aber trotz des Reifezeugnisses lieber eine betriebliche Ausbildung beginnen.

Die "Böckler-Aktion Bildung" richtet sich daher an begabte junge Menschen aus Familien, die sich ein Studium für ihre Kinder nicht leisten können. Sie sollen durch ein Stipendium ermutigt werden, statt in die betriebliche Ausbildung an die Universität oder Fachhochschule zu gehen.  Wir gehen dabei von einem dynamischen Begabungsbegriff aus, der nicht nur eine bloße Voraussetzung für den Bildungserfolg ist.  Begabung wird erst in der Zusammenschau von Voraussetzungen, Leistungsbereitschaft und Lernerfolgen sichtbar.

Als Begabtenförderungswerk hat sich die Hans-Böckler-Stiftung bisher vor allem berufserfahrenen Studierenden verpflichtet gesehen. Die Hans-Böckler-Stiftung kann wie die anderen Begabtenförderwerke auch in den kommenden Jahren durch zusätzliche finanzielle Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mehr Stipendien vergeben. Mittelfristig will die Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 2.100 junge Frauen und Männer mit Stipendien fördern - 500 mehr als bisher. Jetzt stockt sie ihr Stipendienprogramm deutlich auf und wendet sich auch direkt an Schülerinnen und Schüler der Gymnasien, Gesamtschulen und Berufsbildenden Schulen. Ihr Ziel ist klar: Wir wollen dieses Geld nutzen, um ein Zeichen für mehr Chancengleichheit beim Übergang von der Schule zur Hochschule zu setzen - ein Beitrag zur "Exzellenzinitiative" des Bundes und der Länder.

Bewerbungsverfahren
Das Ziel der Begabtenförderung der Hans-Böckler-Stiftung ist es, engagierten Menschen ein Studium zu ermöglichen, die bereits im Berufsleben stehen oder sich aus eigener Kraft keine Hochschulausbildung finanzieren können. Die Böckler-Aktion Bildung ist ein Sonderprogramm, das sich ausschließlich an Schüler wendet, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und noch nicht mit einem Studium begonnen haben. Für alle Programme und Bewerbungswege der Hans-Böckler-Stiftung gilt, dass auch Bewerbungen von körperbehinderten Menschen sehr willkommen sind.
 
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