| Hochschulreform - DGB für neuen Kurs |
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| Montag, den 17. Mai 2010 um 05:29 Uhr | |
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Die Studienreform im Zuge des Bologna-Prozesses droht zu scheitern. Für DGB und Gewerkschaften ist die Ursache dafür die mangelhafte Umsetzung: Überfrachtete Studienpläne, gestiegene Abbrecherquoten und hohe Hürden auf dem Weg ins Ausland kennzeichnen den Alltag an deutschen Hochschulen. DGB und Gewerkschaften fordern deshalb, beim deutschen Bologna-Gipfel am 17. Mai einen nationalen Aktionsplan zu beschließen. Zu den Eckpunkten dieses Aktionsplans gehören die Stärkung der sozialen Dimension des Bologna-Prozesses. Sie fordern eine regelmäßige Anpassung der BAföG-Sätze, die Abschaffung von Studiengebühren im europäischen Hochschulraum und den Auf- und Ausbau berufsbegleitender Studiengänge. DGB und Gewerkschaften wollen einen uneingeschränkten Zugang vom Bachelor- zum Master-Studium, die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen müsse beendet werden.
Trotz aller Kritik: Ein Zurück zum alten Diplom, Magister oder Staatsexamen wäre aus Sicht der Gewerkschaften falsch. „Wenn Deutschland ausstiege, während 46 andere Länder weitermachen, brächte das für Studierende und Beschäftigte nur Nachteile. Der europäische Hochschulraum ist die richtige Antwort auf die Föderalismus-Reform I, die die bildungspolitische Kleinstaaterei noch zugespitzt hat. Gerade deshalb ist eine Reform der Reform wichtig“, erklärte der DGB-Bildungsexperte Matthias Anbuhl. Quelle: http://www.einblick.dgb.de |

