| Welches Niveau bitte? - Zur Erprobung des Deutschen Qualifikationsrahmens |
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| Montag, den 28. Juni 2010 um 05:06 Uhr | |
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Mit dem europäischen Einigungsprozess bekamen nicht nur die Arbeitgeber das Problem der Vergleichbarkeit von Berufsausbildungen, sondern auch die Gewerkschaften. Was bei den Hochschulausbildungen mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen gründlich in die Hose ging, steht nun für Berufsausbildungen insgesamt an. Gerd Dielmann von ver.di ist der Vertreter der DGB-Gewerkschaften im »Arbeitskreis Deutscher Qualifikationsrahmen«, der von einer Bund-Länder-Koordinierungsgruppe eingesetzt worden ist und die Aufgabe hat, die bisher voneinander abgeschotteten Bildungssysteme aufeinander zu beziehen und damit einen Vergleich zu ermöglichen, der dann auch EU-tauglich ist. Im Februar 2009 wurde ein erster »Diskussionsvorschlag eines Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen« (DQR) veröffentlicht, den Gerd Dielmann hier kritisch kommentiert. Im Arbeitskreis DQR waren die Gewerkschaften u.a. durch den DGB vertreten. Mit diesem nationalen Qualifikationsrahmen sollen die Empfehlungen des Europäischen Rats und des Europäischen Parlaments umgesetzt werden, den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) vom 23. April 2008 als Referenzinstrument für die nationalen Bildungssysteme zu verwenden. Zielsetzung ist es, jeden Bildungsabschluss, sei er allgemeinbildender oder berufsbildender Art, im Qualifikationsrahmen einer von acht Niveaustufen zuzuordnen. Bis Ende 2012 sollen alle Qualifikationsbescheinigungen mit einem Verweis auf die Niveauzuordnung versehen werden. Damit soll durch mehr Transparenz der Bildungsabschlüsse die Freizügigkeit der Arbeitskräfte und Niederlassungsfreiheit in Europa erleichtert werden. ................ |

