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Forschung und Wissenschaft
Böckler Impuls 02/2012 | Strukturwandel: Eng verzahnt - Industrie, Wissen und Dienstleistung PDF Drucken
Dienstag, den 07. Februar 2012 um 02:22 Uhr

Wandelt sich die Industrie- zur Wissensgesellschaft, in der nur noch Top-Qualifizierte Arbeit finden? Eine Studie kommt zu einem anderen Ergebnis: Die Anforderungen an viele Facharbeiter steigen, aber sie werden nicht durch Akademiker ersetzt. - In früheren Zeiten ließ sich die Berufsstruktur als Pyramide darstellen: einige wenige Hochqualifizierte an der Spitze und ein großes Heer angelernter Arbeiter am unteren Ende. In der oft beschworenen Wissensgesellschaft müsste aus der Pyramide ein Pilz werden - oben ballen sich die Akademiker, und für die Niedrigqualifizierten unten gibt es kaum noch Arbeit. Der Hannoveraner Politologie-Professor Michael Vester erwartet jedoch eine andere Entwicklung. Der Wandel der deutschen Arbeitswelt führt nach seiner Analyse eher zu einer Berufstruktur in Form einer Orange. Demnach kommt es zu einem "Upgrading in der Mitte", das aber nicht zum absoluten Übergewicht einer akademischen Wissenselite führt.

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Streit um den Geheimvertrag PDF Drucken
Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 22:22 Uhr

Die Uni Köln will ihren Vertrag mit dem Bayer-Konzern unter Verschluss halten. Der Fall liegt jetzt beim Verwaltungsgericht Köln. Doch dem Pharmariesen passt das nicht. Vor Gericht wird Bayer von der renommierten Kanzlei Freshfield vertreten. Auch die Universität Köln, gegen die sich die Klage richtet, hat sich Rechtshilfe gesucht. Sie beauftragte die Kanzlei Redeker, die derzeit auch Bundespräsident Wulff in seiner Kreditaffäre berät. Der Aufwand zeigt, wie sehr beiden Seiten daran gelegen ist, die Konditionen ihrer “präferierten Partnerschaft” unter Verschluss zu halten, welche im März 2008 vereinbart wurde, um bei der Entwicklung neuer Medikamente zusammenzuarbeiten. Das Anti-Bayer-Bündnis fürchtet, dass Bayer durch den Vertrag unliebsame Studien verhindern und die Universität nicht genügend an Patenten beteiligt werden könnte.

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Bielefelder Konfliktforscher sehen anhaltend menschenfeindliche Situation in Deutschland PDF Drucken
Montag, den 19. Dezember 2011 um 04:32 Uhr

Die Menschen in Deutschland haben zunehmend das Gefühl, dass die Politik die Probleme des Landes nicht mehr regeln kann. Das hat Konsequenzen für die Meinungen über schwache Gruppen, denn sie werden zuerst Opfer der negativen Beurteilung der Lage. Die Abwertung von Obdachlosen, Arbeitslosen und Behinderten, aber auch die Fremdenfeindlichkeit steigen erneut an. Auch und besonders Besserverdienende grenzen sich vermehrt von ärmeren Mitgliedern der Gesellschaft ab, und Engagement und Solidarität werden immer stärker danach bemessen, ob sie sich auch wirtschaftlich lohnen.

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Böckler Impuls | Gender - Die Sache mit dem Einparken: Hirnforschung jenseits von Rollenklischees PDF Drucken
Montag, den 21. November 2011 um 05:00 Uhr

Die moderne Hirnforschung sieht mögliche Begabungen von Frauen und Männern nicht mehr als biologisch vorgegeben und damit unveränderbar an. Viele Studien stellen noch nicht einmal Geschlechterdifferenzen fest.

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Unnütze Teamarbeit PDF Drucken
Sonntag, den 02. Oktober 2011 um 00:00 Uhr

Es gibt kaum belastbare Nachweise, dass Teamarbeit zusätzlich motiviert. Der Wirtschafts- und Organisationspsychologe Prof. Dr. Guido Hertel von der Universität Münster, in welchen Zusammenhängen sie trotzdem positive Auswirkungen haben kann. Es gibt Mythen, die gerne geglaubt werden, auch wenn sie von keinerlei wissenschaftlichen Daten gestützt werden: so führt Brainstorming in Gruppen immer zu schlechteren Ergebnissen als wenn die gleiche Zahl an Teilnehmern alleine nachdenkt. Gruppenarbeit kann also ausgesprochen kontraproduktiv sein. Auch nervende Kollegen oder fehlende Anerkennung, weil die eigene Leistung in der Gruppe untergeht, können demotivieren. Wie Teamarbeit trotzdem bereichernd sein kann, untersucht der Organisations- und Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Guido Hertel von der Universität Münster. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dafür 320.000 Euro für die nächsten drei Jahre bewilligt.

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