| Unnütze Teamarbeit |
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| Sonntag, den 02. Oktober 2011 um 00:00 Uhr | |
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Es gibt kaum belastbare Nachweise, dass Teamarbeit zusätzlich motiviert. Der Wirtschafts- und Organisationspsychologe Prof. Dr. Guido Hertel von der Universität Münster, in welchen Zusammenhängen sie trotzdem positive Auswirkungen haben kann. Es gibt Mythen, die gerne geglaubt werden, auch wenn sie von keinerlei wissenschaftlichen Daten gestützt werden: so führt Brainstorming in Gruppen immer zu schlechteren Ergebnissen als wenn die gleiche Zahl an Teilnehmern alleine nachdenkt. Gruppenarbeit kann also ausgesprochen kontraproduktiv sein. Auch nervende Kollegen oder fehlende Anerkennung, weil die eigene Leistung in der Gruppe untergeht, können demotivieren. Wie Teamarbeit trotzdem bereichernd sein kann, untersucht der Organisations- und Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Guido Hertel von der Universität Münster. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dafür 320.000 Euro für die nächsten drei Jahre bewilligt.
Das ist bereits der dritte Abschnitt der Untersuchungen, die die DFG fördert. Seit mehr als zehn Jahren widmet sich Guido Hertel, was gute Teamarbeit ausmacht. "Es gab bislang nur wenig zuverlässige Belege, wann und warum Teamarbeit zusätzlich motiviert", erklärt der Wirtschaftspsychologe. Eigene Studien belegen nun, dass neben Wettbewerb vor allem auch soziale Verantwortung zu zusätzlicher Anstrengungsbereitschaft im Team führt, sagt Guido Hertel. Das Credo, dass in der Wirtschaft immer nur über Eigennutz motiviert werden kann, sei überholt. Wichtig ist auch, welche Konsequenzen die eigene Arbeit für die Kollegen hat. Um diese Verantwortung aller für alle zu erreichen, gibt es verschiedene Mittel. Das wichtigste ist eine intelligente Zusammensetzung des Teams. Weitere Informationen: http://www.uni-muenster.de/OWMS/ Wirtschafts- und Organisationspsychologie an der Universität Münster
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