| Soziales Bindeglied im Betrieb ● Im Herbst werden die Schwerbehinderten-Vertretungen neu gewählt |
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| Samstag, den 10. Juli 2010 um 05:14 Uhr | |
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(hla) Bei der Firma Eurogate, einem im Containerumschlag des Hamburger Hafens tätigen Unternehmen, sind rund 70 der 1000 Beschäftigten schwerbehindert oder gleichgestellt. Für sie ist Detlef Baade zuständig: Er ist die Schwerbehindertenvertrauensperson der Hamburger Firma. Baade kümmert sich um ihre Belange und unterstützt sie bei der Wiedereingliederung in den Betrieb nach der Krankheit. Denn meist sind es Krankheiten, die Einschränkungen im Berufsleben nach sich ziehen. Durch Unfallschutz und Prävention ist die Zahl der Berufsunfälle trotz körperlich anstrengender Schichtarbeit stark zurückgegangen. Aber "Krankheiten oder Behinderungen können jeden treffen", sagt Baade. "Ich lege besonderen Wert auf die gleichberechtigte Teilhabe aller", betont Baade. Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze für Schwerbehinderte zeigt er viel Engagement und Kreativität. "Geht nicht" gibt's für ihn nicht. Mittlerweile kann er auf eine 20jährige Erfahrung bauen, arbeitet eng mit Integrationsämtern und den Kranken- und Rentenversicherungsträgern zusammen. Außerdem hat er dafür gesorgt, dass jeder bei Eurogate ihn kennt. Seine Kolleg/innen wissen, wen sie im Ernstfall ansprechen können. Durch das Reden miteinander sei schon für viele eine Lösung gefunden worden. Der überwiegende Teil der betroffenen Kolleg/innen konnten an den alten Arbeitsplätzen bleiben. Und wenn es mit der Umgestaltung von Arbeitsplätzen bei Eurogate selbst nicht klappt, können "leis-tungsgewandelte" oder "vorübergehend leistungsgeminderte" Kolleg/innen zur Eurogate Terminal Service-Gesellschaft wechseln. Zwar verdienen insbesondere jüngere Kolleg/innen dort weniger, aber sie können weiter arbeiten und sind vor Kündigung und Hartz IV geschützt. In diese Gesellschaft hat Eurogate einstmals ausgegliederte Dienstleistungen wie Magazinverwaltung und Security zurückgeholt. Auch der Fahrdienst zu den verschiedenen Einsatzorten im Hafen ist dort angegliedert, der Umbau dieser Busse wurde vom Integrationsamt Hamburg unterstützt. So können auch schwerbehinderte Kollegen wieder einer Arbeit im Fahrdienst nachgehen. Wahlen vom 1. Oktober bis 30. November Schwerbehindertenvertretungen kümmern sich in Betrieben und Dienststellen um die Belange von Schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen. Sie achten darauf, dass die geltenden Vorschriften eingehalten werden, stellen Anträge auf Maßnahmen zugunsten der Schwerbehinderten, nehmen deren Wünsche, Kritik und Verbesserungsvorschläge auf und besprechen sie mit dem Arbeitgeber. Alle vier Jahre werden die Schwerbehindertenvertretungen von den Schwerbehinderten und den ihnen Gleichgestellten im Betrieb gewählt, 2010 im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. November. Vorraussetzung ist, dass in einem Betrieb oder einer Dienststelle mindestens fünf Schwerbehinderte oder Gleichgestellte nicht nur vorübergehend beschäftigt sind. Einberufen werden die Wahlen von der amtierenden Schwerbehindertenvertretung. Gibt es noch keine, können drei Wahlberechtigte, der Betriebs- oder Personalrat oder das Integrationsamt zu einer Wahlversammlung einladen. Kandidieren können alle dauerhaft in dem Betrieb oder der Dienststelle Beschäftigten, die mindestens 18 Jahre alt sind. Neu gewählte Vertrauenspersonen unterstützt ver.di mit Schulungen, außerdem gibt es auf allen Ebenen Netzwerke von Vertrauenspersonen. Mehr zu den Wahlen und viele Materialen dazu zum Herunterladen finden sich auf der Website www.sbv-wahlen-2010.de Quelle: ver.di NEWS |

