| Veranstaltungstipp ● Film: Im Schatten des Tafelberges |
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| Freitag, den 25. Juni 2010 um 05:42 Uhr | |
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Die halbe Welt scheint im WM-Taumel, doch wirklich viel über das Gastgeberland Südafrika ist in Deutschland nicht bekannt. Sorgen gab es allenthalben um die Sicherheit der Gäste und um die rechtzeitige Fertigstellung der Stadien. Der Film „Im Schatten des Tafelberges“ blickt hinter die offiziellen Kulissen und zeigt unkommentiert den gegensätzlichen Alltag von drei Protagonisten der Metropole Kapstadt. Dort heißt es heute oft nicht mehr „white only“, sondern „rich only“. Ein Drittel der Bevölkerung lebt in Wellblechhütten und informellen Siedlungen am Rande der Stadt, an ein Ticket für ein Spiel in den millionenschweren Stadien ist hier nicht zu denken. Stattdessen wurden Bewohner ganzer Siedlungen vertrieben, „damit die Besucher nicht sehen, in welchem Chaos die Menschen hier leben.“, wie Ashraf Cassiem, einer der Protagonisten des Films, vermutet. Noch am Vorabend der WM-Eröffnung wurden Familien aus Hanover Park vertrieben. „Es ist schlimmer als während der Apartheid“, berichten Aktivisten angesichts der kleinen undichten Wellblechhütten, in die die Bewohner umgesiedelt wurden. Wir sehen die allein erziehende Mutter Zoliswa, die in einer Nobelsiedlung eine Arbeit als Reinigungskraft sucht, den jungen Arnold, der sich zum Sicherheitsoffizier für eine private Wachfirma weiterbilden lässt, und die beiden Aktivisten Mne und Ashraf, die sich gegen horrende Wasserpreise und Umsiedlungen wehren – auf kreative Weise und mit einer starken Verwurzelung in ihrer Gemeinschaft.
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